Filmgestaltung
Filmgestaltung
Ein wesentlicher Baustein beim Filmemachen ist die Wahrnehmungssteuerung bzw. –lenkung: Mit der Art und Weise, wie man Bilder gestaltet, kann man die Blicke der Zuschauer lenken und dadurch auch ganz gezielt Wirkungen erzeugen, z.B. Wie schafft man Nähe und Distanz? Wie werden Sachverhalte bildlich attraktiv und verständlich dargestellt? Wie kann man Zuschauer/innen emotional lenken bzw. erreichen? Wie erreicht man einen Spannungsbogen?
Für die Wahrnehmungslenkung bieten sich v.a. drei Maßnahmen an:
1. Einstellungsgrößen
2. Kameraperspektive
3. Drittel-Regel
Einstellungsgrößen
Total / Weit
Diese Einstellungen bieten v.a. Umgebungsinformationen und eine räumliche Orientierung. Man kann Handlungszusammenhänge besser erfassen, Personen sind im Hintergrund.
Halbnah / Amerikanisch / Halbtotal
Mit diesen Einstellungen erlebt man Personen in der umgebenden Handlungssituation. Je nach Inhalt führt das zur Identifikation oder Ablehnung der Person(en) oder zu Spannung oder Distanzierung.
Detail / Groß / Nah
Emotion braucht Nähe, deshalb werden bei Freude, Liebe, Trauer gerne diese Einstellungsgrößen verwendet. Hier geht es um Nähe, Vertrautheit, Sympathie oder Antipathie.
Kameraperspektiven
Je nach der Kamerahöhe in Bezug auf die Person(en) werden unterschiedliche Beziehungsdeutungen aufgebaut:
Normalsicht
Auf Augenhöhe sein, Vertrautheit, neutrale Beobachtung
Untersicht / Froschperspektive
Überlegenheit/Unterlegenheit; Ehrfurcht/Angst
Draufsicht / Vogelperspektive
Unterlegenheit/Überlegenheit; Geringschätzung/Mitleid
Drittel-Regel
Ein gutes Bild hat Spannung, eine schöne Komposition und ein gewisses Seitenverhältnis. Das bewirkt die Drittelregel, die sich am Goldenen Schnitt orientiert. Bei der Drittelregel teilt man ein Bild einfach in ein Gitternetz mit drei übereinander- und nebeneinander liegenden Teilen.
Das Hauptmotiv wird auf der Trennlinie zum linken oder rechten Drittel, beziehungsweise zum oberen oder unteren Drittel platziert. Klingt kompliziert, ist aber einfach umzusetzen und macht jedes Bild professioneller.
Und das Schöne: Jede Kamera oder jede Foto-App bietet in den Einstellungen die Möglichkeit, dieses Gitter bzw. Raster zu aktivieren.
TIPP 1
Planet Schule ist ein Gemeinschaftsprojekt von SWR und WDR und bietet mit dem Projekt dok-mal modernes, mediengestütztes Lernen und Unterrichten im Bereich der Filmbildung.
Wer sich tiefer in die Materie Filmbildung einarbeiten will, wird hier definitiv fündig:
https://www.planet-schule.de/wissenspool/dok-mal/inhalt/unterrichtsmaterial.html
TIPP 2
Die Filmemacherin Judith Steiner gibt folgende empfehlenswerte Tipps zur Filmgestaltung:
- Wähle das passende Format
- Keine Zooms, sondern gehe zum Objekt
- Zeige Gesicht und stelle eine Beziehung her
- Nutze das Licht und arbeite mit dem Licht vor Ort
- Lege Wert auf einen sauberen Ton
Quelle: www.judithsteiner.tv
Filmgestaltung
Filmgestaltung
Ein wesentlicher Baustein beim Filmemachen ist die Wahrnehmungssteuerung bzw. –lenkung: Mit der Art und Weise, wie man Bilder gestaltet, kann man die Blicke der Zuschauer lenken und dadurch auch ganz gezielt Wirkungen erzeugen, z.B. Wie schafft man Nähe und Distanz? Wie werden Sachverhalte bildlich attraktiv und verständlich dargestellt? Wie kann man Zuschauer/innen emotional lenken bzw. erreichen? Wie erreicht man einen Spannungsbogen?
Für die Wahrnehmungslenkung bieten sich v.a. drei Maßnahmen an:
1. Einstellungsgrößen
2. Kameraperspektive
3. Drittel-Regel
Einstellungsgrößen
Total / Weit
Diese Einstellungen bieten v.a. Umgebungsinformationen und eine räumliche Orientierung. Man kann Handlungszusammenhänge besser erfassen, Personen sind im Hintergrund.
Halbnah / Amerikanisch / Halbtotal
Mit diesen Einstellungen erlebt man Personen in der umgebenden Handlungssituation. Je nach Inhalt führt das zur Identifikation oder Ablehnung der Person(en) oder zu Spannung oder Distanzierung.
Detail / Groß / Nah
Emotion braucht Nähe, deshalb werden bei Freude, Liebe, Trauer gerne diese Einstellungsgrößen verwendet. Hier geht es um Nähe, Vertrautheit, Sympathie oder Antipathie.
Kameraperspektiven
Je nach der Kamerahöhe in Bezug auf die Person(en) werden unterschiedliche Beziehungsdeutungen aufgebaut:
Normalsicht
Auf Augenhöhe sein, Vertrautheit, neutrale Beobachtung
Untersicht / Froschperspektive
Überlegenheit/Unterlegenheit; Ehrfurcht/Angst
Draufsicht / Vogelperspektive
Unterlegenheit/Überlegenheit; Geringschätzung/Mitleid
Drittel-Regel
Ein gutes Bild hat Spannung, eine schöne Komposition und ein gewisses Seitenverhältnis. Das bewirkt die Drittelregel, die sich am Goldenen Schnitt orientiert. Bei der Drittelregel teilt man ein Bild einfach in ein Gitternetz mit drei übereinander- und nebeneinander liegenden Teilen.
Das Hauptmotiv wird auf der Trennlinie zum linken oder rechten Drittel, beziehungsweise zum oberen oder unteren Drittel platziert. Klingt kompliziert, ist aber einfach umzusetzen und macht jedes Bild professioneller.
Und das Schöne: Jede Kamera oder jede Foto-App bietet in den Einstellungen die Möglichkeit, dieses Gitter bzw. Raster zu aktivieren.
TIPP 1
Planet Schule ist ein Gemeinschaftsprojekt von SWR und WDR und bietet mit dem Projekt dok-mal modernes, mediengestütztes Lernen und Unterrichten im Bereich der Filmbildung.
Wer sich tiefer in die Materie Filmbildung einarbeiten will, wird hier definitiv fündig:
https://www.planet-schule.de/wissenspool/dok-mal/inhalt/unterrichtsmaterial.html
TIPP 2
Die Filmemacherin Judith Steiner gibt folgende empfehlenswerte Tipps zur Filmgestaltung:
- Wähle das passende Format
- Keine Zooms, sondern gehe zum Objekt
- Zeige Gesicht und stelle eine Beziehung her
- Nutze das Licht und arbeite mit dem Licht vor Ort
- Lege Wert auf einen sauberen Ton
Quelle: www.judithsteiner.tv
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